2023 Ouarzazate bis Mhamid

2023 von Dades nach Mhamid scaled
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Ouarzazate, inmitten des Hohen Atlasgebirges

Mittwoch, 8.3.2023 (39. Tag); Wir nehmen eine weitere kleine Etappe in Angriff bis Ouarzazate. Ein letzter Blick auf die bizarren Felsformationen im Dades-Tal, denn danach sehen wir während über 100 Kilometer den hohen Atlas am rechten Horizont und eine flache Steinwüste vor uns. Hie und da gibt es ein kleines Dörfchen zum durchqueren oder ein tiefes Schlagloch in der sonst sehr gut zu befahrenden Strasse. Also Beat; lass dich von der interessanten Landschaft nicht allzu stark ablenken. In Ouarzazate ist das erste Ziel der Carrefour Markt, wo wir, neben vielen anderen Wohnmobilisten, unsere europäischen Lebensmittel (zu europäischen Preisen…) wieder einmal auffüllen können. Wir richten uns im Gemeindecamping ein. Dieser Platz ist bis zum Abend zu ca 70% gefüllt mit etwa 50 Franzosen, zwei Walliser und wir! Im Städtchen mache ich dann noch ein paar Gemüse- und Früchteeinkäufe in einem der ganz kleinen Verkaufsstände. Noch ein Wort zum Internet; das W-LAN ist auf den Campingplätzen eigentlich immer gratis, jedoch nur bei der Rezeption empfangbar. Für uns mit dem LTE-Router zwar nicht gratis aber mit sehr gutem Empfang; Klar, mit diesen riesigen Antennen, welche oftmals für Störche ein willkommener Behausungsplatz ist. Am meisten sehen wir die Nester aber auf den Minaretten!

Donnerstag, 9.3.2023 (40. Tag); Wir fahren zum nahe gelegenen Atlas-Studio. Dieses Filmstudio, ein kleiner Bruder der grossen amerikanischen Filmgeburtsstätten, ist ein willkommener Ausflug. Wir lassen uns auf einer kleinen, einstündigen Tour in die Welten von «Lawrence of Arabia» «Aladin» «Ben Hur» «Gladiator» «7 Jahre in Tibet» oder auch «Kleopatra…welche in der Sänfte sitzt…?» entführen. Da sich das Unesco-Weltkulturerbe «Taourit Kasbah» nur ein paar Minuten von unserem Campingplatz befindet, bietet sich am Nachmittag auch dort ein Besuch an. Auch diese verwinkelten und irrgartenähnlichen Gebäulichkeiten sind immer wieder Schauplatz für Kinofilme. Uns gefällt es, die oft kleinsten Räume, zugänglich durch tiefe Türöffnungen und ausgestattet mit winzigen Fensterchen über Treppen und Holzleitern zu erkunden..

Mhamid, das Tor zur Sahara

Freitag, 10.3.2023 (41. Tag); Zwei Highlights bereichern heute unseren Tag; Die Fahrt an die (für uns bis jetzt) zweite Südspitze von Marokko, nach Mhamid, dem Tor zur Sahara, und dem phänomenalen Sonnenuntergang. Eben, auf der fast fünf Stunden dauernden Fahrt hatten wir unzählige Streckenabschnitte durchs Draa-Tal, wo wir auf vielen Kilometern kein Auto gesehen haben. Schon gewöhnungsbedürftig! Auch die Städtchen und Dörfer, wo nur die Gegenfahrbahn geteert ist, zum Glück gibt es viele Velowege… Die Bus- oder Taxi-Haltestellen sehen ein bisschen verloren aus. Dafür sehen wir hunderte von Schulkindern auf dem Heimweg. In unserem Camping angekommen fühlen wir uns sofort wohl. Es passt einfach alles, inklusive das Wetter, welches am Tag zwar schön «warm» ist (leicht über 30 Grad) und nun am Abend T-Shirt Wetter bis in die tiefsten Abendstunden. Es ist mäuschenstill (wir sind nur drei WOMOS) Und der Sonnenuntergang, wie eingangs erwähnt; einfach perfekt!

Samstag, 11.3.2023 (42. Tag); Die Nacht war dann doch nicht so ruhig wie angenommen; es muss dutzende von streunende Hunde haben, welche die ganze Zeit ihr Territorium verteidigen. Je nach tiefe des Schlafes ist das aber auch machbar, kann man doch immer noch die Ohropax montieren. Wir schlafen sowieso immer mindestens bis halb acht oder acht Uhr – Reisen ist halt anstrengend ?. So wie der heutige Tag… wo das Highlight die zwei Einkäufe beim Bäcker und in der Gemüseabteilung eines Gemüseladens im Ort Mhamid war ?

Sonntag, 12.3.2023 (43. Tag); Sun, fun and nothing to do…

Montag, 13.3.2023 (44. Tag); Es ist wieder “Action” angesagt. Wir haben uns mit unseren Campingnachbarn Muriel und Philippe (schon wieder Langzeitreisende aus Frankreich!) zusammen getan und eine 4×4 Tour in die Wüste gebucht. Ziel ist die Erg Chegaga. Diese Düne erreichen wir nach einer 60 Kilometer langen holprigen Fahrt. Die Sahara ist hier natürlich noch recht jungfräulich, wir sind ja wirklich erst am Tor zu dieser riesigen Wüste. Auf dem Weg zu unserem Mittagsziel machen wir halt an der heiligen Oase Oum Laalag. Heilig, weil sie immer über Wasser verfügt; das wichtigste Gut in der Wüste. Die Kamel- (nein; Dromedar-) Treiber heutzutage sind nun auch motorisiert! Nach vier «nettostunden» Fahrt, Mittagessen in einer Zeltunterkunft und vielen Fotostopps kommen wir total schlaff und durchgeschüttelt (nicht gerührt) am Nachmittag zurück. Der Wunsch, nochmals einen Sonnenuntergang auf den Dünen neben dem Camping zu sehen ist aber riesig!

Dienstag, 14.3.2023 (45. Tag); Wir schalten heute nochmals einen Gang zurück und geniessen das heisse Wetter. Wir geben die Wäsche zum Waschen, müssen aber dann doch selber wieder alles sortieren oder das Bett beziehen. Morgen wollen wir weiter, also wird das Motorrädli wieder in der «Garage» verladen; zuerst alles raus nehmen, die Rampe montieren und das Töffli reinstossen, dann alles verzurren. So hat es wieder Platz für die Velohelme, die Mofa Helme (aufgehängt in der Box über dem Töfflisitz), den Liegestuhl  und die Box für den Grill. Morgen kommen dann noch die Tische und Stühle rein. Das sollte alles passen. Dadurch, dass wir das Gestell der Sicherheitsgurten für die Passagier drei und vier rausgenommen, und die Klimaanlage abmontiert haben, können wir uns gewichtsmässig den Luxus vom Moto gerade so leisten! Sollte passen…!

Wir fahren für ein paar Tage ans Meer und haben ein Problem mit unserem Wohnmobil. Hier geht es direkt zu diesem Bericht

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