2026; Bergen bis Kristiansand

Bergen war schön, es geht nun zum Hardangerfjord

Dienstag und Mittwoch, 15.+16.9.(65. + 66 Tag); Uiii, das Wetter gestern – also eigentlich kein Wetter, nur Regen… Wir starteten trotzdem eine weitere Norwegische Landschaftsroute mit dem Namen «Hardanger» Das riesige Hardangerfjord zieht sich 180 Kilometer ins Landesinnere und wir folgen ihm auf nicht enden wollenden, oftmals einspurigen Strassen während zwei Tagen. Die Highlights; wieder einmal ein speziell gebautes WC-Häuschen auf einem Rastplatz 😊… und der Steinsdalsfossen, wo man hinter dem Wasserfall entlanggehen kann.

Wir übernachteten an einer einsamen Strasse mit schönem Fjordblick. Zum Frühstück gibt es Müsli mit norwegischen Erdbeeren. Diese sind so was von fein und praktisch jeden Tag auf unserem Tisch. Ob Nordkap oder hier, die gibt es immer frisch, saftig und zuckersüss!

Heute sind wir mit dem Wetter dann schon zufriedener. Kein Regen ist schon mal erfüllt!… So geht es zuerst an Aepfelplantagen vorbei (für uns das erste Mal in Norwegen). Und, speziell in dieser Gegen an ganz, ganz, ganz vielen Wasserfällen (nicht das erste Mal in Norwegen…) 😊

Stavanger, das Oelmuseum

Donnerstag, 17.9. (67. Tag); Es geht weiter Richtung Süden. Auf einer steilen  Bergstrasse ist aber auf ein Mal Schluss; Bauarbeiten! Ueber eine Stunde Wartezeit… OK, im Womo geht die Zeit wie im Flug vorbei.

Dann nehmen wir die eine kleine Fähre auf die andere Fjordseite und schon stehen wir auf dem Vorplatz von einem Campingpatz – aber die Rezeption öffnet erst um 15h. Ich quatsche noch ein bisschen mit einem Schweizer welcher auch da steht und schwups ändern wir unsere Pläne. Wir fahren wieder ein Stück zurück, denn es geht durch den 14,4 Kilometer langen Ryfylketunnel (längster Unterwasser-Strassentunnel der Welt) nach Stavanger. Das Oelmuseum am Hafen ist genau richtig, um dem Nachmittag noch eine bildende Note zu geben; Unglaublich, wie riesig die Oel- und Gasindustrie für Norwegens Wirtschaft ist – und was alles dahinter steckt, um diesen Bodenschatz aus dem Meer zu fördern.

Wir übernachten heute am Stadtrand von Stavanger, auf dem Parkplatz hinter einer Fabrik. Kleiner Hafen und Meersicht inklusive.

Stavanger, die Stadt

Freitag, 18.9. (68. Tag); Unsere Sightseeing Tour startet bei den drei Schwertern, welche an eine Schlacht vor über 1000 Jahren erinnert. Die zehn Meter langen Stahlschwerter, fest im Felsen fixiert, stehen für Frieden, Einheit und Freiheit. Die wilden Blumen, ganz in der Nähe zeigen, dass nicht nur die Norweger selbst mit der rauen Natur gut leben können.

In der Stadt parken wir das Womo wieder beim Oelmuseum und machen den «normalen» Touristenrundgang; Das farbige Quartier Fargegaten, dann am Dom vorbei und weiter zum Gamle Stavanger, dem alten Stavanger mit den tollen weissen Holzhäusern. Das ganze unterbrochen mit einem vorzüglichen Mittagessen im Hafenquartier.

Dann fahren wir wieder zum Campingplatz wo wir gestern Nachmittag schon waren. Mal schauen ob es morgen dann wettermässig mit der Wanderung zum Preikestolen klappt.

Preikestolen

Samstag, 19.9. (69. Tag); Das Gute zuerst; Der Regen hört gegen zehn Uhr endlich auf! So kann ich mit dem e-Bike von Nicole die ersten steilen Kilometer unter die Räder nehmen. Das geht ganz flott. So bin ich auch schon bald auf dem vier Kilometer langen Wanderweg zum  Preikestolen (D; Predigtstuhl und auf E; Pulpit rock) Die rund zwei Stunden lange Wanderung habe ich mir einiges schwerer, enger und steiler vorgestellt. Aber nichts  von dem! Auch verlaufen kann man sich nicht, ist der Weg doch auch jetzt in der Nebensaisons recht gut besucht und zudem steht alle 50 Meter ein Distanzpfosten! Der sehr gut ausgebaute Wanderweg führt zur Kanzel, welche über dem Lysefjord thront. Da sind natürlich «Selfies» angesagt. Auf dem Weg zurück verregnet es mich dann doch noch kurz, gehört wohl einfach dazu…

Wir stehen ja auf dem Preikestolen Campingplatz. Fast alleine. Wie wird es wohl aussehen, wenn die rund 300 Plätze besetzt sind?

Sonntag, 20.9. (70. Tag); Auf dem Weg zur Südspitze von Norwegen fahren wir zuerst durch «unseren» Tunnel, denn www.nibe-travel.ch ist ja unsere Homepage 😉 Ein Blick zurück in den Lysefjord, bevor wir unsere letzte, gleichzeitig auch die kleinst Fähre in Norwegen über einen Fjord nehmen. Auch im Süden hat es eine Landschaftsroute, die «Jaeren». Sie führt uns durch Dünen- und Kulturlandschaften. Zwischen den vielen Regenschauern macht die Sonne auch immer wieder ein Intermezzo. Zum Beispiel an «Terland Klopp», einer 60 Meter langen Steinplattenbrücke. Sie lässt aber auch die Gegend immer wieder in ihren ersten Herbstfarben zeigen.

Der starke Wind ist heute auf der einen Seite faszinierend, auf der anderen Seite aber auch recht penetrant. Mal schauen wie und ob er uns hier, am südlichsten Punkt von Norwegen, am Leuchtturm von Lindesnes, schlafen lässt.

Lindesnes, der Leuchtturm im äussersten Süden von Norwegen

Montag und Dienstag, 21.+22.9. (71. +72. Tag); Bei der Erkundungstour am Leuchtturm sind wir fast die einzigen Touristen. Wir klettern auf den Turm, verlieren uns in den Wehrgängen im Innern des Felsens und sehen uns einen Film in einem wunderschönen Kinosaal über die Leuchttürme Norwegens an. Fast vergessen; trotz starkem Wind haben wir gut geschlafen. Eigentlich hätten wir im Souveniershop ein paar dieser Konservendose voll mit frischer Luft von Lindenes kaufen sollen… 😉

Wir nehmen uns einen weiteren Tag an der Südküste, welchen wir in Mandal, einem Sommer-Ferienort, verbringen. Es geht an den endlos langen Sandstrand, durch das schmucke kleine Städtchen, auf den Aussichtsberg und natürlich an den Hafen. Müssen wir ja, denn da haben wir diese Nacht unseren Stellplatz! 😊

Heute steht nur noch die kurze Fahrt nach Kristiansand, und die Überfahrt nach Hirtshals/Dänemark

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