2026; Dänemark nach unserer Norwegenreise

Dänemark, wir starten im Norden in Skagen

Mittwoch, 23.9. (73. Tag); Wir hängen noch ein paar Tage Dänemark an unsere Norwegenreise an. Also noch nicht auf dem schnellsten Weg nach Hause, sondern zuerst an den nördlichsten Zipfel von Dänemark.

In Skagen, an der Landspitze Grenen, treffen die rauere Nordsee und die Ostsee zusammen. Dass die Wellen aus zwei Himmelsrichtungen kommen sieht man gut aus der Vogelperspektive. Das Städtchen Skagen wird wohl in der Hochsaison total überfüllt sein, heute ist es, auch an der Fussgängerzone, fast ausgestorben.

Wir besuchen auch die versandete Kirche (Den Tilsandede Krike). Im 14. Jahrhundert wurde sie erbaut und 400 Jahre später, wie der Uebername auch sagt, von Wanderdünen versandet. So wurde sie schliesslich aufgegeben und nur noch der Kirchenturm, weiss gestrichen, als Seezeichen verwendet.

Aehnlich erging es dem Leuchtturm «Rubjerg Knude Fyr» Nur ist da die nahe Küste immer mehr abgebrochen. Vor rund zehn Jahren haben die Dänen in einer Rettungsaktion den Turm auf Schienen 70 Meter ins Landesinnere verschoben. Diesen Ort besuchen wir von unserem Uebernachtungsplatz aus, welcher ganz in der Nähe in einer Waldlichtung liegt. Mit Vélo und ein paar hundert Metern zu Fuss ist dieser Leuchtturm, inmitten von Sanddünen, leicht zu erreichen.

Lokken 

Donnerstag + Freitag 24.+25.9. (74.+75. Tag); Gestern sind wir weiter nach Lokken, einem hübschen kleinen Badeort gefahren. Die wärmende Herbstsonne verleitete uns zu einem sehr ruhigen Tag. So schlenderten wir nur kurz durch den Ort. Auf einer Terrasse genossen wir die «rekordhohen» Temperaturen. Die letzten zwei Monaten hatten wir nur ganz selten diese schönen 20 Grad… 😉 Unser Uebernachtungsplatz war wieder auf einem kleinen Wanderparkplatz.

Der heutige Tag ist ein bisschen WW-II lastig. Schon am ersten Aussichtspunkt «Blubjerg» ist eher ein Bunker das Highlight anstatt die erhofften Seevögel. Danach besuche ich das Bunkermuseum in Hanstholm, beherbergte dieser Ort doch ein gewaltiges deutschen Festungssystem. Das Museum ist Teil eines eindrücklichen Geschützbunkers. Das ist natürlich nicht Jedermanns (-Frau) Sache. So geniesst Nicole während dieser Zeit die Sonne beim Womo. Dann geht es weiter nach Stenbjerg (Fischerlandeplatz, d.h. Boote wurden zum Fischfang ins Wasser gelassen, da es an der dänischen Westküste oftmals keine «normale» Häfen gibt) und mit der kleinen Fähre nach Thyboron, wo wir auf dem Parkplatz des, ja genau, Seekriegsmuseums übernachten.

Dünenlandschaft

Samstag, 26.9. (76. Tag); Ein Kurzbesuch beim Snegelhuset (Schneckenhaus 😉) muss genügen, denn heute steht eine wunderbare Strecke, an den Dünen vorbei, auf dem Plan. Immer wieder stoppen wir, besteigen die feinsandigen Dünen oder lassen die Drohne in der Vogelperspektive die schönen Landschaften einfangen. Auch die lebenden Vögel sind aktiv und besammeln sich für ihre grosse Reise in den Süden. Unser Mittagshalt machen wir an einem Kite- und Surfspot, wo auch gerade der Baggers Daemning (Damm) ist. Da machen wir mit dem Vélo eine Erkundungstour.

Auf dieser Reise haben wir noch selten so viele Touristen gesehen wie in dieser Gegend. Hier zum Beispiel in einem der vielen Küsten-Ferienorte mit dem Namen «Henne Strand».

Esjberg, Ribe, Insel Romo

Sonntag, 27.9. (77. Tag); Nachtrag zu gestern; wir waren uns nicht wirklich bewusst, dass hier ein ausgewiesener Beobachtungsplatz für dutzende von Hirschen und deren Rudel ist. Je später der Abend, desto mehr Einheimische sind gekommen, um das Treiben der Tiere zu beobachten. Und wir mittendrinn! Was für ein Erlebnis, denn das markdurchdringende Röhren der Hirsche war bis spät in die Nacht zu hören. Da passt der Vollmond ja bestens dazu! 😊

Bei bestem Wetter starten wir heute beim Leuchtturm in Blavand,, doch auch der Strand hier lässt sich durchaus sehen. Esbjerg ist eine grössere Stadt, da schauen wir uns nur die Skulptur «Mannesket ved Havet (der Mensch am Meer) an, und geniessen einen Kaffee von der Minibar. In Ribe, welche als älteste Stadt Dänemarks gilt, machen wir eine Vélotour durch die historische Altstadt mit ihrer beeindruckenden Kathedrale. Unsere Tages- (zwischen) Ziele liegen alle ziemlich nah beieinander. So fahren wir auf der Insel Romo auch noch ein paar Kilometer über den Sandstrand, wo viele Wohnmobilisten ihren Sonntagnachmittag mit Drachenfliegen und sogar mit einer mitgebrachten Sauna verbringen.

Bei unserem Uebernachtungsplatz auf einem Hügel mit 360 Grad Rundsicht haben wir sogar einen eigenen Aussichtsturm und eine Kuhherde in der nächsten Nachbarschaft!

Mögeltondern, mit der schönsten Dorfstrasse Dänemarks

Montag, 28.9. (78. Tag); Gestern Abend haben die Kühe noch perfekt hinter unserem Womo posiert. Heute verlassen wir Dänemark, nicht aber bevor wir Mögeltondern, laut «Prospekt» mit der schönsten Dorfstrasse Dänemarks, besuchen. Es hat hier wirklich ein paar ganz speziell schöne Häuser ,und das Schloss mit prächtigen Schlossgarten wäre sicherlich auch von innen ein Besuch wert. Doch wir stehen viel zu früh vor geschlossenen Türen, und auf unserem Plan stehen heute noch weitere Aktivitäten;

Z.B. besuchen wir in Hoyer den Damm, welcher das Flusswasser für einen grossen Teil vom dänischen Hinterland reguliert und eindringendes Meerwasser abhält. Eine renovierte Mühle im Ort ist sehr interessant hergerichtet worden.

Moin Moin! Schon sind wir in Norddeutschland angekommen und übernachten heute bei einem Sportplatz im Dorf Witzwort. Eigentlich «nichts Besonderes», doch bei näherem Hinschauen entdecken wir eine geniale Mitfahrbank mit den verschiedenen Ortsschildern, und sehen, dass an fast allen Häusern der Dorfstrasse ein Schild hängt, wo die Geschichte, sowie die Bewohner des Hauses beschrieben sind. Eine ganz tolle Sache!

Friedrichstadt und ab nach Hause

Dienstag-Donnerstag, 29.9.-1.10. (79.-81. Tag); Wir besuchen noch Friedrichstadt, eine kleine historische Stadt, auch «Klein-Amsterdam» genannt. Dies vor allem wegen den typischen Backstein- und Treppengiebelhäusern sowie dem Wahrzeichen, die Grachten.

Doch dann geht es in drei Tagesetappen (260, 450 und 340 km) nach Hause. Alles Autobahn, oftmals 3-spurig. Wir denken da natürlich wieder an die interessanten Strassen in Norwegen zurück, welche sich an den wunderschönen Steilhängen der blauen Fjorde entlangziehen… Da haben wir wirklich eine Top-Reise machen dürfen!

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