Südnorwegen, durch D/DK/S inkl. Oslo
Montag, 13.7. – Mittwoch 15.7. (1.-3. Tag); Endlich geht es für uns auf eine weitere Reise! Doch während den ersten Tagen nach Norwegen sind viele Kilometer abzuspulen! Heute, am dritten Tag, sind wir doch schon mal in Schweden angekommen. Anders als im letzten Jahr, (bei unserem ersten «Versuch» nach Norwegen) fahren wir nicht die «Standartroute» über Hirtshals. Wir nehmen den Weg über die Storebaeltsbro (Grosse-Belt-Brücke) in Dänemark und die Oeresund-Brücke nach Malmö/Schweden. Auf den ersten 1500 Kilometern haben wir zwei Mal übernachtet; Nicht so attraktiv, aber ideal gelegen; in Deutschland neben einem Friedhof (wie zu erwarten war es ganz ruhig…) und kurz nach der Grenze in Dänemark hinter einer Autobahnraststätte, (schön im Grünen und perfekt an einem kleinen See gelegen). Heute finden wir, nach Rückfrage mit dem Besitzer, hinter einer Stahlhandlung einen Übernachtungsplatz.
Oslo
Donnerstag, 16.7. + Freitag, 17.7. (4.+5. Tag); In Städten suchen wir meistens ohne lange zu überlegen einen zentralen Platz. Der Campingplatz «Eckeberg» liegt, wie soll es anders sein, auf dem Eckeberg 😉. Mit den Fahrrädern geht es hinunter in die praktisch autofreie Stadt. Was für eine Freiheit im Stadtverkehr nur auf ein paar geräuschlos dahin-cruisende Autos und Busse (hier ist gefühlt 99% elektrisch) aufpassen zu müssen!
Die Hafenpromenade mit dem überwältigenden Opernhaus-Bau bis zu den einladenden Restaurants des Quartiers Aker Brygge, das königliche Schloss, das Nationaltheater und die vielen Museen und Galerien. Oslo hat wahrlich genug zum Entdecken! Wir geniessen an einem schattigen Restauranttisch ein feines Fischmenü. Gäste, welche einen Tisch an der prallen Sonne akzeptieren, werden dafür vom Personal mit einem 50-er Schutz ausgestattet. Das nenne ich Service!
Silbermine Kongsberg und Stabkirche Heddal
Samstag, 18.7. (6. Tag); Ein Regentag hat sich abgezeichnet, das passt aber gut zu einem Besuch in der Königsmine bei Kongsberg. Vor über 400 Jahen wurde hier Silber gefunden und dann während 350 Jahren abgebaut. Alle zwei Stunden kann man mit der Grubenbahn, in 8er Wägelchen, in den Berg hinein fahren. Gegen den riesigen Lärm gibt es Höhrstöpsel, gegen die Kälte (immer 6 Grad) muss man sich selber schützen!
Sonntag, 19.7. (7. Tag); Wir machen zuerst einen Abstecher nach Heddal, zur grössten Stabkirche Norwegens. Die Aussenwand des aus dem 13. Jahrhundert stammenden Baus wird regelmässig zum Schutze vor Feuchtigkeit, Insekten und Pilzen mit schwarzen Holzteer (Kiefernteer) überzogen.
Dann geht es weiter Richtung Norden. Seen, Flüsse, Wälder, auf Pfosten gebaute Speicherhäuser oder Wohnhäuser mit bewachsenen Torfdächer. Es «riecht» schon sehr stark nach Norwegen!
Montag, 20.7. (8. Tag); Einen Sechser im Lotto ist wahrscheinlich einfacher zu erzielen! Es ist nicht zu glauben, aber gestern haben wir auf der Fahrt das hintere Nummernschild verloren! Wer unsere Reisen verfolgt weiss; genau am Sonntag, 19.7. 2025, mussten wir unsere letztjährige Norwegenreise wegen eines Unfalles abbrechen. Und dieses Jahr – am selben Tag, passiert wieder etwas Unglaubliches!
So geht es heute zuerst zurück nach Geilo, wo die Polizeistation aber während 6 Wochen Sommerferien hat!… Dann eben eine Stunde weiter auf unserer geplanten Route, wo ich bei der nächsten Polizeistation einen Verlustschein für das Nummernschild machen lasse. Damit können wir vorläufig auch nur mit einem Schild fahren. Wir haben dieses Mal unsere nachgemachten Schilder dabei. Obwohl das ja nicht ganz korrekt ist, habe ich eines montiert. Die Meldung an das Strassenverkehrsamt machen wir später; wir hoffen, dass das verlorene Schild bald gefunden wird…
Wir versuchen uns die Freude nicht vermiesen zu lassen und geniessen wunderbare Landschaften, einen kleinen Wasserfall und die erste Fähre. Unser Uebernachtungsplatz ist hinter einem Industriegelände am Fjord. Passt gut!
Sognefjellet, am Ort vom letzjährigen Unfall
Dienstag, 21.7. (9.Tag); Heute machen wir Frieden mit der wunderschönen Landschaftsroute «Sognefjellet» welche uns über den höchsten Gebirgspass in Norwegen führt. Der Puls steigt, während wir uns vom Sognefjord her dem Ort nähern, wo wir letztes Jahr unsere Reise abbrechen mussten. Wir stehen da und sehen noch ein paar Ueberreste von zwei demolierten Wohnmobilen. Die Strasse ist ja eigentlich einfach zu fahren und Orte, wo das Kreuzen schwierig ist, gibt es nur wenige. Aber eben…
Heute geniessen wir die Ueberfahrt auf dem Sognefjellet und ziehen die grandiose Landschaft auf! Zum Beispiel auch während unserer kurzen Mittagspause mit Blick auf die schöne Bergkulisse.
Unser Uebernachtungsplatz ist auf einer kleinen Waldlichtung direkt am Fluss Otta.
Mittwoch, 22.7. (10. Tag); Ein weiterer «Härtetest» wartet heute morgen auf unser Bénimobil. Die 150 Meter, welche von der Hauptstrasse zu unserem Stellplatz hinunterführen (und eben auch wieder hinauf…) , sind doch sehr steil und sandig. Wir sind uns eben noch nicht gewohnt, aber die Fahrt hinauf ist eine wahre Freude; kein Durchdrehen der Räder, dadurch auch keine Staubwolke hinter uns; so gefällt es! Das hätten wir mit unserem ersten Womo wohl nicht geschafft!
Im Städtchen Otta gibt es eine öffentliche Entsorgungsstelle inklusive Frischwasser. Das ist perfekt, ist aber für uns nicht mehr wirklich matchentscheidend; in Sachen Autarkie würden wir es auch auf einer einsamen Insel schon ziemlich lange aushalten 😊 Die grossen Batterien, der kleine Zusatzwassertank, die Gasflaschen und die «neue» Trenntoilette (Vielen Dank Martin für den wertvollen Tipp!) erfüllen ihren Dienst bis jetzt ausgezeichnet!
Dann geht es aber weiter über eine windige Hochebene, durch kleine Städtchen und Dörfer bis Roros, an die Grenze zu Schweden.
Roros
Donnerstag, 23.7. (11. Tag); Heute gönnen wir uns unser «Touristenprogramm» in Roros. Doch zuerst geniessen wir zum Frühstück die ersten Sonnenstrahlen an unserem Platz am Fluss. In Roros stärken wir uns auf der Terrasse eines typischen Cafés. Doch auch von Innen zeigt das Restaurant den Charme von vielen Jahrhunderten. Denn diese Stadt hat eine über 400 Jahre alte Geschichte als Kupferbergbaustadt. Das sehen wir auch im Museum, welches im ehemaligen Schmelzwerk ihre Miniaturexponate, aber auch den verlassenen Schmelzplatz beherbergt. DAS waren schwierige Arbeitsverhältnisse!
Nach langem Warten und Rückfragen in der Küche der Pizzeria bekommen wir dann auch endlich unser feines Mittagessen. Auf norwegisch, mit QR-Code bestellen, ohne «menschliche» Bedienung ist leider (noch nicht), unser Ding… aber wir arbeiten daran 😊
Dann geht es nochmals durch die historische Altstadt hinauf zur imposanten Kirche, bevor wir wieder zu unserem Womo zurückpedalen.





























































































