2021 Sardinien

2021 Sardinien

Diese Reise in Zahlen:

3.9. – 20.10.2021 (18 Tage) 2403 km

Ueberfahrt mit der Fähre von Livorno nach Olbia

Der Start zu unserer Reise nach Sardinien ist geglückt. Stellplatz gefunden und der Besitzer vom Stellplatz, einen Supertyp getroffen. Der geht zu jedem Besucher (es hatte sicherlich etwa 15-20 Womos) und macht einen kleinen Schwatz. Da kann man einiges erfahren!

In Livorno (da war ich ja zwei Mal längere Zeit, um Italienisch zu lernen. Das erste Mal 1984, das Zweite Mal 1985)  angekommen, haben wir zuerst nochmals getankt und mussten noch Adblue nachfüllen. Hätte ich auch zu Hause machen können. Nachdem wir dann endlich den Hafen gefunden haben… mussten wir doch ein bisschen warten, bis wir endlich einschiffen konnten. Die Ueberfahrt war perfekt. In der geräumigen Kabine haben wir super geschlafen.

Nach der ruhigen Ueberfahrt, auch da wieder, zuerst einmal ein paar Runden in Olbia, bis wir den richtigen Weg einschlagen konnten. Man meint, wir hätten nicht (sogar) zwei Navis… Doch bald gings Richtung Arzachena, den „roccia del fungo“ zu entdecken. Der liegt ganz oben über dem Ort. Schon wieder waren es einige Umwege und Kopfschütteln, bis wir den gefunden haben. Dafür geht es danach schnell; Wir finden auf Anhib…!… in Palau den vorher ausgesuchten Campingplatz, . Stellplätze hat es genügend und wir dürfen uns einen aussuchen. Dann geniessen wir das erste mal das glasklare Wasser von Sardinien. Am Nachmittag gehts mit den Velos kurz in die Stadt/Dorf um den Trip für morgen vorzuereiten. Auch ein Gelati darf fast nicht fehlen!

Maddalena-Archipel, Ausflug von Palau aus

Heute machen wir die 7 Std. Bootstour durch das fasznierende Maddalena-Archipel, auf einem schönen Ausflugsboot. Dabei gibt es drei Stopps an superschönen Stränden zum Baden und verschieden Aussichten auf die bizzarsten Felsformationen und weissen Sandstrände welche man sich vorstellen kann. Am Abend verwohnen wir uns mit der ersten Pizza im Camping-Restaurant

Heute ist mehr oder weniger Badetag. Weniger, weil wir die erste ganz kleine Velotour machen, und uns den „rocco dell‘ orso“ von ganz nah anschauen. Super Aussicht unter einem riesigen Felsen, der über dem blauen Meer dieser Region tront. Mehr, weil wir das glasklare Meer genissen

Heute fahren wir von der Nordost- an die Nordwestküste. Dazwischen gibt es einen Fotostopp beim Elefantenfelsen, der an der Hauptstrasse seinen Rüssel fast in die Fahrbahn streckt. Kurz vor Stintino gehen wir auf einen einfachen Stellplatz.

 

Der wohl berühmtesten Sandstrand auf Sardinien, „Pelosa“ befindet sich auf der nördlichsten Spitze der Halbinsel Stintino. Um darauf liegen und baden zu dürfen, muss man ein Tagesticket übers Internet buchen! Auf jeden Fall war es schon ausgebucht für die nächsten drei Tage! Zum Glück, denn unsere kleine Velotour dorthin hat genügt um zu sehen, dass es doch eher „Schein“ als „Sein“ ist, und man sich dort wie eine Sardine in der Büchse fühlen muss… Die Fahrt führ uns danach ca 60 km weiter bis an einen coolen Campingplatz bei Alghero.

Alghero, wir versinken im Regen

Mit dem Velo geht’s in die Stadt, von wo wir eigentlich mit einem Ausflugsboot fahren wollten. Da war etwas mit der Elektrik nicht gut… also zogen wir einen Altstadtrundgang vor. Mittagessen in der Altstadt von Alghero. Lange gewartet aber umso besser gegessen! Zurück im Campingplatz konnten wir, trotz extrem schwarzer Wolken, noch kurz den Strand geniessen. Was dann kam, kennen wir nur aus Nachrichten; Starkregen verwandelte unsere friedliche Parzelle innert Minuten in einen 25 cm tiefen See, welcher die ganze Nacht durch nicht versicker wollte!

Alles eingepackt und glücklicherweise problemlos konnten wir uns aus der misslichen Lage befreien. Am Hafen gehen wir mit einem Ausflugsboot bis zur Grotta die Nettuno, wo wir eine faszinierende Höhlengrotte entdecken können. In einer kurzen, einstündigen Fahrt gehts nach Bosa, weiter im Süden.

In Bosa machen wir eine ganz kleine Velo-Stadtbesichtigung. Dann geht’s wiederum weiter südlich. Auf dieser Fahrt faszinieren wieder die gelbroten Kaktusfeigen; Aber; NIE und nimmer diese schönen Teile, auch nicht mit gut geschützten Händen anfassen; die feinen Härchen an den Schalen sind schlimmer als tausend Nadeln…

Wir geniessen zuerst einmal den riesigen Strand in den Dünen und das ruhige, schöne warme Meer. Danach führt uns die teilweise Sand- und Schotterpiste (die ersten 10 km) durch die Dünen zurück auf die Bergstrasse. Diese ist extrem kurvig, eng und führt sogar durch ein Haus! Der nächste Stellplatz lädt wiederum zum relaxen und nichtstun ein (Stellplatz = einfacher Platz, nur für Womos zugelassen, da WC’s und Duschen wenn überhaupt, nur spärlich vorhanden sind. Diese sind ja im Womo integriert :-)) Wir freuen uns auf’s Grillieren und den kommenden Sonnenuntergang!

Die Temperaturen sind so was von ideal: 15-20 Grad in der Nacht; 20-30 Grad am Tag. So befinden wir uns im perfekten Ferienmodus; in der Nacht gut Schlafen und am Tag die schönsten Gegenden entdecken; heute die Südwestküste bis zum südlichen Punkt der Insel, wo wir an zwei Stränden das glasklare Wasser geniessen.

Im Süden von Sardinien

Auf dem Weg nach Villasimius, zurück an die Ostküste, machen wir Halt in Nora. In einer „self guided Tour“ sehen wir archäologische Ausgrabungen. An Cagliari fahren wir nur vorbei. Grosse Städte brauchen wir auf dieser Tour nicht. Heute ist es eher bedeckt und windig. Das hindert uns aber nicht, auch an diesem Nachmittag das Meer zu geniessen.

Gairo Vecchio und Orgosolo, zwei Highlights an der Ostküste

Wir fahren gegen Norden. Aber nicht „nur“ der Küste nach, nein, wir machen eine abenteuerliche Kurvenfahrt bis über 700 Meter ü.M. zu einem Geisterdorf (Gairo Vecchio). Inmitten des Dorfes, welches seit einem riesigen Erdrutsch in den 50er Jahren verlassen ist, sehen wir einen Feigenbaum. Dort können wir uns genüsslich tun! Zurück an der Küste gib’s den „rocce rose“ in Albatrax zu besichtigen. Wir übernachten wiederum am Meer.

Bei bedecktem Wetter starten wir auf die nächste Etappe. Wiederum eine gute Stunde Fahrt und unzählige Serpentinen später machen wir Halt im „Banditendorf“ Orgosolo. Die hunderten von stark politisch aber auch religiös- und weltanschaulichen Wandbilder  faszinieren uns und sind ideale Fotosujets! Unser nächstes (leider auch schon letztes) Camp ziehen wir auf dem schönen Campingplaz von Cala Gonone für zwei Nächte auf.

Wir haben gestern auch hier eine Tages-Bootstour gebucht, welche für uns um 11 Uhr auf einem der grösseren Ausflugsboote startet. Diese Art von Touren gefällt uns sehr; man ist halt zusammen mit vielen Touristen (wobei die rund 150 Plätze bei weitem nicht ausgebucht waren) und wird von einer der lieblichsten Buchten von Sardinien zur nächsten Sehenswürdigkeit gefahren. Es werden viele Fotostopps vom Boot aus gemacht und drei Mal werden wir zum Baden an den schönsten Stränden an Land gelassen. Sogar ein kleiner Apéro auf dem Schiff wird offeriert. Ein rundum Wohlfühl-Paket!!!

Von Olbia mit der Fähre und nach Hause

Wir checken zwar aus dem Campingplatz aus, lassen das Womo aber noch bis in den Nachmittag dort stehen. Denn wir wollen nochmals das dolce far niente am Strand geniessen. Danach gibt’s auf der Terasse eines schönen Restaurants mit Meersicht nochmal ein leckeres Fischmenue, bevor wir den kurzen Weg nach Olbia zur Fähre unter die Räder nehmen.

Diese Etappe, obwohl die Längste unserer Reise, ist ohne Problem und Stress abgelaufen. Zuerst noch zur Fähre; das ist wiederum sehr relaxt gewesen. Die Schlafkoje lohnte sich wirklich! Dann die 600 km Autobahnfahrt; Zwei Mal länger angehalten um zu Frühstücken und Mittag zu essen (alles im Wohnmobil) und eine bisschen am Gotthard angestanden… Mit dem Womo kommt man nicht allzu schnell durch den Verkehr, so haben wir für die Strecke insgesamt gute 8 Stunden gehabt. Zum Fazit: Sardinien – jederzeit gerne wieder!

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