2023 Nord-Griechenland

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Nachdem wir auf dieser Reise in Slowenien und Italien (Norden) und Mittel- und Süditalien waren, bereisen wir nun Griechenland.

Wir starten unsere Reise in Nord-Griechenland in Igoumenitsa

Mittwoch, 4. und Donnerstag 5. 10. 2023 (36. + 37. Tag); Die Nacht war kurz aber in der bequemen, fast schon Luxuskabine sehr angenehm. Das Hinausfahren aus der Fähre ist noch recht abenteuerlich, muss ich doch die steile, enge Rampe wieder rückwärts hinunter fahren und so auch die Fähre verlassen. Aber alles machbar. Bin ja nicht der Erste! Und zudem, seit Slowenien habe ich doch mit Rückwärtsfahren auf kurvigen, steilen Strassen definitiv weiter an Erfahrung gewonnen.. (siehe 7.September, unser 9. Tag dieser Reise).

Hier, angekommen am Hafen von Igoumenitsa in Griechenland noch vor 7 Uhr, machen wir keine grossen Sprünge. Wir fahren in einen der nahegelegenen Campingplätze am Meer, wo wir uns sofort soooo gut fühlen, dass wir gerade zwei Tage bleiben.

Weiter geht es nach Ioannina

Freitag, 6.10.2023 (38. Tag); Bevor wir weiter fahren müssen wir noch den Grauwassertank entleeren. Die haben hier eine ganz interessante, sehr effiziente Installation. Schon oftmals mussten wir umständlich in eine enge Ecke fahren, um den Auslass über die Abflussrinne positionieren zu können. Hier ist es umgekehrt und der Trichter-Abfluss lässt sich einfach unter den Ausguss schieben! Genial!Nach dem Kauf einer SIM-Karte, der Provider heisst hier COSMOTE, fahren wir zum grossen Essens-Einkauf. Unsere Fahrt heute führt uns über eine kurze, fast leere Autobahn nach Ioannina, an einem kleinen See. Nachdem wir mit dem Fahrrad die Stadt, vorallem die alte Wehrmauer erkundet haben (da hätte es noch Kanonen fürs byzantinische Museum – wenn wohl mehr Geld zur Renovation da wäre…), suchen wir uns einen Uebernachtungsplatz. Zusammen mit einem Holländer stellen wir uns beim See an eine Strasse, und geniessen die Apérozeit von der Uferpromenade aus.

Der nördliche Pindos Nationalpark mit der aussergewöhnlichen Vikos-Schlucht

Samstag, 7.10.2023 (39. Tag); Heute steht ein Teil vom nördlichen Pindos Nationalpark auf dem Programm. Da ist die Vikos-Schlucht das absolute Highlight. Wir fahren in eineinhalb Stunden auf über 1300 müM, wo wir zum Aussichtspunkt «Beloi» wandern. Von da hat man eine fantastische Aussicht auf den über einen Kilometer tiefen Canyon! Die Bergstrassen, welche wir heute den ganzen Tag befahren, winden sich oftmals über viele Spitzkehren den Berg hinauf, oder führen Flüssen entlang, welche leider alle ausgetrocknet sind. Trotzdem gehören die unzähligen Steinbrücken zu den wunderbaren Fotosujets der Region. Am späten Nachmittag finden wir ein Plätzchen, irgendwo im Nirgendwo, welches uns als Nachtquartier dienen wird. Wir geniessen die Aussicht und die Stille der Berge.

Sonntag, 8.10.2023 (40. Tag); Wir versuchen heute nochmals das Museums-Dörfchen der Sarakatsani, ein frühes griechisches Nomadenvolk, zu finden. Wir waren gestern doch tatsächliche wieder einmal von Google-Maps im Stich gelassen worden! Angezeigt hatte es für uns unbefahrbare Waldwege und die Namensangaben wechselten automatisch ins Griechische…). Dafür ist es heute um so spezieller, als wir heute ankommen und als einzige Besucher die nur halb verriegelte Gittertüre öffnen können. Wir sind fasziniert von den paar runden Schilfhütten, welche verlassenen auf einer Waldlichtung stehen.

Danach fahren wir zum Aussichtspunkt Oxya über der Vikos-Schlucht. Dieses aussergewöhnliche Naturwunder steht doch wirklich im Buch der Rekorde, ist sie doch extrem tief, aber  sehr schmal. Am Nachmittag stellen wir uns nochmals auf einen Uebernachtungsplatz vor dem Dorf Vikus. Zuerst geniessen wir aber ein letztes Mal von einem kleinen Garten aus den Blick auf die Schlucht, bevor wir den Abend, wieder mit einem grandiosen Weitblick auf die griechische Bergwelt, ausklingen lassen.

Montag, 9.10.2023 (41. Tag); Der Tag startet, wie der Gestrige aufgehört hat; mit einer super Aussicht von unserem Stellplatz auf der Zufahrtsstrasse von Vikus, in die Täler des Nationalparkes. Dann geht es aber schon los. Wir fahren über die vielen Spitzkehren und die steil ansteigende Strasse, welche uns gestern schon ins Auge gestochen ist, bis nach Papigo. Dort besichtigen wir die Natur-Pools, welche leider nur spärlich gefüllt sind. In einer Taverne, welche einen sorgfältig und lieblich eingerichteten Verkaufsladen hat, machen wir eine kurze Kaffee-Pause. Unser heutiges Reiseziel ist wieder weiter westlich. Wir fahren mit Blick auf den See bei Ioannina vorbei. Und dann kommt es; schon die Anfahrt in die Region der Meteora-Klöster ist genial. Die Vorfreude auf die Entdeckungstour von morgen ist auf jeden Fall schon mehr als gross.

Die Meteora-Klöster überragen alles!

Dienstag, 10.10.2023 (42. Tag); Das MUSS ein absolutes Highlight von diesem Land sein! Obwohl wir ja immer noch «Griechenland-Neulinge» sind, ist unsere Meinung da schnell gemacht! Die Meteora-Klöster nehmen uns sofort in ihren Bann. Wir fahren mit dem Töffli den «normalen» Rundkurs durch die Region (P.S: wir finden das genial, wie man bei Polarsteps den ziemlich genauen Weg verfolgen kann) Wir können uns heute fast nicht sattsehen! Immer wieder stoppen wir und machen Fotos aus verschiedenen Winkeln und mit neuen, faszinierenden Aussichten auf die gigantischen Felsformationen und die wunderschönen Klöster. Das Ferlaan-Kloster besichtigen wir auch von innen. Es geht zuerst einige Treppen hinauf, durch das schöne Eingangstor durch und sofort befinden wir uns in einer anderen, andächtigen und spirituellen Welt. Zum Glück sind wir in der Nebensaison da, denn hier hat es auch jetzt noch ein grosses Packet von Touristen, welche sich durch die Gegend treiben lassen! Wir werden auf jeden Fall noch ein bisschen in der Region bleiben und geniessen.

Mittwoch, 11.10.2023, (43. Tag); Der heutige Tag startet ein bisschen bewölkt. Trotzdem machen wir nochmals eine Exkursion in die Felsformationen hinein und besuchen ein zweites Kloster. Auf dem Weg dahin, wir sind wieder mit dem Töffli unterwegs, werden wir gerade zwei Mal angefragt, ob wir denn den ganzen Weg aus der Schweiz damit gemacht hätten… Echt; so etwas wäre schlicht unvorstellbar, denn soooo wahnsinnig bequem ist es da drauf nun wirklich nicht und taugt nur für kurze Strecken. Hier, mit dem endlosen auf- und ab und den vielen Fotostopps welche eingelegt werden «müssen» ist es aber ideal. Den Nachmittag verbringen wir wieder auf dem Campingplatz und überlegen uns des Langen und Breiten, wie wir unsere Reise fortsetzen wollen. Eine kleine Insel-Hopping Tour fällt aus den Traktanden, da es gegen Ende Oktober fast keine guten Fährverbindungen mehr hat. Zudem haben wir auf dem Festland noch so viele Orte, welche wir gerne noch bereisen möchten. Morgen geht es weiter.

Auf der Halbinsel Chalkidiki genissen wir das Meer am Chelona Turtle Beach

Donnerstag, 12.10.2023, (44. Tag); Wir haben uns entschieden, doch noch ein bisschen in den Osten zu fahren. Um Thessaloniki herum hat es wieder einmal richtig Verkehr, dann geht es aber direkt auf die Halbinsel Chalkidiki. Die letzte halbe Stunde unserer gut vierstündigen Fahrt sind wir auf der Halbinsel Kassandra, auf dem ersten «Finger» der Chalkidiki. Hier steuern wir am späten Nachmittag den «Chelona Turtle Beach» an.  Über eine Naturstrasse kommen wir zu diesem verlassenen Ort. Eigentlich kann man diesen wunderbaren Strand nur kennen, wenn man den Tipp von anderen Wohnmobil-Reisenden bekommen hat (respektive Youtube lässt grüssen…). So stehen wir mit drei anderen WOMOs auf einem superschönen Flecken Erde und geniessen einfach nur! Schauen wir mal, wie lange wir es hier aushalten ?

Freitag 13.10. – Sonntag, 15.10.2023 (45. – 47. Tag); Wir geniessen alles hier; Das kristallklare, warme Wasser, die genialen Sonnenuntergänge einfach alles bei diesem einfachen «Robinson Crusoe» Leben. Jetzt, in der Nebensaison ist die Strandbar, welche in den Sommermonaten doch einige Leute anziehen soll, geschlossen. Ein Fischer war schon zwei mal da, und hat uns seinen frisch gefangenen Fisch verkauft. Lecker! Da es hier also keine Infrastruktur hat, muss ich heute wieder den zweiten Toilettentank nehmen. Diesen habe ich unter/zwischen dem Alko-Fahrgestell in einer Stahlbox platziert. Den zweiten Tank brauchten wir bis anhin nicht oft. Doch es sieht so aus, als wenn wir auch in Zukunft öfter frei stehen, dann ist das doch für uns eine gute Sache. (Wobei wir auch schon an eine Trenntoilette denken…). Dann haben wir gerade noch ein paar Liter Frischwasser von unseren Wassersäcken in den Frischwassertank geleert. Mit dem selbstgebastelten Trichter, «Typ Marokko» geht das bestens.

Afytos, auf der Halbinsel Kassandra

Montag, 16.10.2023 (48. Tag); Auch Regina und Michael aus Oesterreich werfen noch einen letzten Blick auf’s Meer; unsere temporären und super sympathischen Nachbarn verlassen heute wehmütig wie wir diesen wunderschönen Stellplatz. Wir fahren aber nicht weit, nur auf die andere Seite der Halbinsel Kassandra, dem ersten Finger der Chalkidiki. Hier in Afytos machen wir einen kleinen Rundgang durch den Touristenort, welcher mit seinen Pflastersteinstrassen und Natursteinhäusern doch einen gewissen Charme hat. Das ist ein guter Ort, um in einem Restaurant ein erstes Mal griechisch zu essen. Zusammen mit einem «halben Liter» passt das hervorragend. Das Etappenziel von heute ist eine Wohnmobil-Servicevertretung. Hier lassen sie Touristen mit ihren Wohnmobilen übernachten. OK, schon nicht so schön wie die Plätze in der Gegend um die Vikos-Schlucht oder am Meer, aber halt doch sehr speziell!

Thessaloniki, die „zweite“ Stadt in Griechenland

Dienstag, 17.10.2023 (49. Tag); Sagen wir es mal so; wir haben einen «Zwischentag». Dies vom Wetter her, denn wir können uns eigentlich fast nicht mehr erinnern, wann wir den ganzen Tag keine Sonne mehr gesehen haben, und jetzt, am Abend, regnet es sogar ziemlich stark. Aber kein Problem, wir wussten, dass diese Tage nicht so schön sein werden, darum haben wir ja auch zuerst den Strand auf der Chalkidiki genossen, und heute ist nun also Thessaloniki dran. Wir fahren mit dem WOMO an den Rand des Stadtkernes und satteln unsere Stahlesel, um auf einer hervorragenden Fahrradstrecke am Meer entlang ins Zentrum zu gelangen. Das war eine weise Entscheidung, denn der Verkehr ist stark, aber vor allem sind viele Strassen entweder schmal oder mit parkierten Autos, auf zwei Reihen, ein Alptraum für jeden Wohnmobilisten. Der Weisse Turm besichtigen wir von innen, von oben haben wir eine schöne Aussicht auf die Stadt, welche ohne Hochhäuser auskommt. Wir geniessen die pulsierende Gegend um den Hafen und erfreuen uns an der speziellen Atmosphäre. Nicole lässt sich ihre Haare beim Coiffeur waschen, denn wenn das so weiter geht, werden wir noch viele Male frei stehen. So auch jetzt, wo wir, kaum in Methone am (Fischer-)Hafen angekommen, von zwei streunenden Hunden empfangen werden.

Unsere Reise geht nun weiter in Zentral-Griechenland, Athen und Umgebung. Hier geht es zum direkten Link

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Michael Köberl
    21. Oktober 2023 9:56

    Hallo,sind für die letzten Tage wieder auf dem schönen Platz angekommen.
    Wir wünschen euch noch ein paar schöne Monate.
    Grüße Michael Regina

    Antworten
    • Hallo Regina und Michael
      Vielen Dank. Schön, durften wir euch kennen lernen!
      Wir wünschen euch eine gute Heimreise
      Beat und Nicole

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