Serbien
Freitag, 24.4. (46. Tag); Ganz in der Nähe von unserem Uebernachtungsplatz befindet sich das Kloster Sopocani– da machen wir einen kurzen Stopp, bevor wir durch wunderbare Landschaften fahren. Die Bäume mit ihren weissen Knospen sind sooo schön! Unser Tagesziel ist das Uvac-Tal. Da wollen wir drei interessante Aussichtspunkte anfahren. Bei den ersten zwei, Google-maps «sei Dank»…, verfahren wir uns ganz schlimm und müssen teilweise rückwärts ausgewaschene Geröllpisten zurückfahren. Resultat: Nur die ersten Kratzer an den Seitenwänden vom neuen Wohnmobil tun richtig weh, die nächsten sind dann wie nichts verkraftbar…. 😊) Irgendwann werden wir beim dritten Aussichtspunkt fündig! Und der ist ja so was von spektakulär: vom kleinen Parkplatz, wo wir dann auch gerade übernachten wollen, geht ein kurzer Weg zu einer Plattform, von wo wir eine wunderbare Aussicht auf die Schleifen des Uvac-Flusses haben und, als Sahnehäubchen, den Geiern beim Rundflug zuschauen können. Und der Sonnenuntergang beim Beni-Mobil kommt noch gratis dazu 😊
Samstag, 25.4. (47. Tag Vormittag) ; Ein Tag wie ein Steigerungslauf: Wir frühstücken und werden so von diesem zutraulichen Hund umgarnt, dass wir ihm viele Leckereien inklusive zwei Würstchen, welche für unser Mittagessen bestimmt waren, abtreten 😊.
Auf dem Weg durch viele Wälder, offene Ebenen und ein paar Städtchen sehen wir, dass in Serbien das Abfallproblem nicht gelöst ist. Wir sind ja schon durch einige Länder gereist, aber so viel herumliegender Abfall wie in den zwei Tagen in Serbien haben wir schon sehr lange nicht mehr gesehen.
Montenegro
Samstag, 25.4. (47. Tag Nachmittag) Wir fahren nochmals nach Montenegro. Zuerst füllen wir wieder Wasser an einer Tankstelle. Dann geht es über die Đurđevića-Tara-Brücke. Das imposante Bauwerk ist gerade in Renovation. Nach einem kurzen Schreckmoment (wegen der maximalen Durchfahrtsbreite, aber wir sind ja nur 2.20m) geht es dann doch auf die andere Seite und schon bald in den Durmitor Nationalpark. Auf unserer vorgesehenen Passstrasse kommen wir nicht weit. Es hat immer noch Schneehaufen, welche einem jungen Paar (genauer: Er Russe, Sie Ukrainerin) gerade vor uns die Weiterfahrt verunmöglichen. Zum Glück können wir noch umdrehen. Mit meinen Auffahrtskeilen als Schneeschaufel benützt, gelingt es uns irgend wann mal, das Auto frei zu kriegen. Ui waren sie ab der Hilfe froh! Das feiern wir bei unserem Womo zusammen mit einem Tourist aus Montenegro.
Wie wenn das nicht genug wäre: Ich will noch kurz mit dem Fahrrad den Weg Richtung Pass genauer anschauen und habe auf dem Weg, wieder einmal eine Reifenpanne! So muss ich den Schlauch noch wechseln – aber ehrlich – dieses Vélo wird spätestens in einem Monat das zeitliche segnen!
Sonntag; 26.4. (48. Tag); Von unserem wunderschönen Platz geht es heute in die andere Richtung auf der Panoramastrasse. Zuerst ein paar Kilometer durch einspurige Waldwege, dann auf einer schmalen Hochstrasse. Unser mulmiges Gefühl wird dann bald durch zwei Fahrradfahrer bestätigt. Sie halten uns an und sagen, dass sie gestern schon diesen Weg gefahren sind und es weiter oben für uns sehr schwierig, eigentlich fast unmöglich sein wird, uns zwischen den Schneehaufen und dem Abgrund durchzuzwängen… Wir suchen also eine der wenigen Möglichkeiten umzukehren und fahren die rund 10 Kilometer zurück nach Zabljak, dem Ausgangsort für den Durmitor Nationalpark.. Dort gibt es zur Nervenberuhigung einen feinen Kaffee und eine Portion Priganice. Das sind Mini-Krapfen mit Schockocrème und Honig serviert.
Um unseren Weg Richtung Norden weiter zu fahren (jetzt, wo zwei direkte Möglichkeiten für uns ausgefallen sind) müssen wir einige Kilometer mehr, jedoch meistens auf gut ausgebauten Strassen machen. Dafür werden wir mit vielen schönen Ausblicken auf die Landschaft belohnt.
Bei unserem Mittags-Stopp bekommen wir von Kühen Besuch. Eine sucht sogar den «Körperkontakt» zum Wohnmobil, was wir nicht wahnsinnig lustig finden…
Montag, 27.4. (49. Tag Vormittag); Wir fahren am wunderschönen Stausee im Piva-Tal bis zur Staumauer und dann dem Tara-Canyon entlang bis wir eine weitere Grenze passieren; Montenegro – Bosnien und Herzegowina. Danach geht es nur langsam vorwärts, da die Strasse einerseits total kaputt ist, anderseits schmal und stark von Lastwagen befahren ist. Woher die alle kommen? Keine Ahnung.






















































