2026; Balkanreise: Albanien / (Nordosten), Kosovo (Südwesten)

Wieder in Albanien

Sonntag, 19.4. (41. Tag) Nachmittag; Bald komm wieder eine Grenze; Albanien liegt nochmals auf unserem Weg. Wir nehmen eine direkte Route durch die Berge. Nicht ganz einfach zu fahren, denn es sind gefühlte 1000 Kurven, ein ständiges Auf- und Ab, und teils tiefe Schlaglöcher zu überwinden. Für diese 50 km brauchen wir fast zwei Stunden! Doch die Strecke ist wirklich sehr schön und gipfelt in einem Uebernachtungsplatz auf einer Alp mit fantastischem 360 Grad Rundumblick

Valbona-Nationalpark

Montag, 20.4. (42. Tag); Gestern Abend, kurz nach unserem Nachtessen vor dem Béni-Mobil, ging auch die Sonne unter und hat dem kalten, starken Wind platz gemacht. Heute morgen ist es zwar noch sonnig, doch die Wolken werden uns den ganzen Tag begleiten.

Wir fahren wie gestern auch, über nicht enden wollende Bergstrassen, oftmals  im Schneckentempo, denn immer mal wieder müssen wir brüsk vor «Fallen» auf der Fahrbahn stoppen. Wie so oft in Albanien sehen wir am Strassenrand viele Gedenkstätten für Unfallopfer. So gibt es auch kleine Friedhöfe, wo sogar die Kühe grasen. Sie erfreuen sich aber nicht am Grabschmuck, denn der ist immer aus Plastik.

Uebrigens, habe ich das schon erwähnt?; Die Dichte an (vor allem) Mercedes, ist hier ist schon riesig. Diese Fahrzeuge, von steinalt bis zum neuesten Modell müssen natürlich auch gewaschen werden; Autowasch-(Hand-) Anlagen gibt es demzufolge auch zu Hauf.

Unser Ziel ist der Valbona-Nationalpark, ganz im Norden von Albanien. Wir stehen auf einem Kiesplatz, umgeben von wunderbaren Bergketten, welche ihre Pracht gerade kurz vor dem Sonnenuntergang noch kurz zeigen.

Gjakova in Kosovo

Dienstag, 21.4. (43. Tag); Heute ist so ein typischer «Uebergangs- und Aussitztag»! Alle (oder die meisten) welche mit dem Wohnmobil unterwegs sind, kommen nicht darum herum, bei Regenwetter etwas «gescheites» zu unternehmen. Meistens passt es aber perfekt, denn es gibt immer einiges zu tun! Das heisst für uns heute:

  • Verlassen vom Valbona-Tal inkl. Tanken, Wasser füllen, Einkaufen bis der letzte albanische Lek ausgegeben ist
  • Sich freuen, dass wir mit dem neuen Béni-Mobil 10 Zentimeter schmäler sind als vorher mit 2.32 Breite…
  • Versicherung am Zoll für Mindestdauer (15 Tg) in Kosovo abschliessen.
  • Auf den ersten Kilometern im Kosovo aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen an den schönen Landhäusern. Dafür glänzen in der Stadt dann eher nur noch die Mercedes und ergeben einen riesigen Kontrast zu vielen Häuserfassaden…
  • In Gjakova durch den leider total leeren alten Bazar-Viertel spazieren und träumen, wie das wohl bei schönem Wetter belebt sein dürfte
  • Vor dem Regen in einer Bar eine feine Pizza inklusive Getränk für 3x Nichts schlemmen
  • Im Wohnmobil den Nachmittag mit Podcast, PC, Lesen und Nichtstun geniessen

Patriarachat von Pec

Mittwoch, 22.4. (44. Tag); Auf dem Weg nach Peje werden wir auf der Ueberlandstrasse von einer Kuhherde aufgehalten (Alpaufzug? 😊) Dafür haben wir Zeit, die ökologischen Rasenmäher auf einem Fussballplatz und die vielen Swiss-Werbetafeln zu bestaunen.

Das Patriarchat von Pec, genauer die serbisch orthodoxe Kirche vom Kloster, besticht durch wunderschöne, mittelalterliche Wandmalereien. Wegen seiner architektonischen und kulturellen Bedeutung ist dieser Ort ein UNESCO-Weltkulturerbe.

Rugova-Tal

Nun geht es durch das Rugova-Tal. Auf den ersten paar Kilometern hat es einige kleine Tunnels, Felsvorsprünge welche über der Strasse hängen und viele spektakuläre Ausblicke auf die tiefe Schlucht. Doch bald sind nur noch die Löcher in der Strasse tief, und die fehlenden Belagsteile spektakulär. Dafür bekommt diese Strasse von uns das Prädikat; „mit Abstand schlechteste Strasse auf dieser Reise“ Wir fahren trotzdem die 20 Kilometer bis zum Dorf Kuqishta, wo wir am Fluss unseren Uebernachtungsplatz finden. Gebraten wird bei uns ja immer nur auf dem Rechaud; heute bei kalten und regnerischen 8 Grad…

White Drin

Donnerstag, 23.4. (45. Tag) Vor dem Womo zu frühstücken ist einfach schön! Doch dazu müssen wir warten, bis die Sonne so stark ist, dass auch die Eisklümpchen nach der bitterkalten Nacht auftauen können. Dann geht es die selben 20 Kilometer zurück nach Peje, da auf unserem Weg der «White Drin» Wasserfall ist. Dieser ist klein aber fein, nicht weit vom Restaurant entfernt, wo wir nach getanem Sightseeing eine feine Bachforelle essen. Es braucht zwar ein bisschen Geduld, bis eine riesige Schulklasse ihre Pizza verdrückt hat. Wenn es auf unserer Reise Touristen hat, dann fast nur Schulklassen!

Unser Weg führt uns nun auf einer nicht enden wollenden Bergstrasse mit Blick zurück auf den Kosovo bis zur Grenze von Montenegro. Dann geht es weiter, bis auf über 1800 m.ü.M, wo der Schnee die Strasse säumt. Auf dem Weg nach Serbien hat es einen kurzen Strassenabschnitt mit unzähligen abgebrochenen Hängen und Strassenbelägen. Das haben wir noch selten so gesehen, denn die Strasse wäre eigentlich in einem guten Zustand. Nachdem die Handyverbindung (mit dem E-SIM von Holafly) nach Anlaufschwierigkeiten nun auch in Serbien wieder funktioniert, steuern wir auf unseren nächsten Uebernachtungsplatz bei einem Hotel/Restaurant zu.

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