Kroatien
Dienstag, 5.5. (57. Tag); Es geht weiter, dem Una-Fluss entlang Richtung Norden bis zum Grenzübergang nach Kroatien. Da läuft alles reibungslos (nicht wie gestern, als unsere Freunde 30 Minuten vor dem Zollhäuschen warten mussten, weil der Computer des Beamten gestreikt hatte). Wir fahren nun auf der anderen Una-Fluss Seite zum Wasserfall Strbacki buk, einem weiteren, tosenden Wasserfall vom una- Nationalpark.
Unser heutige Uebernachtungsplatz ist auch wieder eher speziell, passt aber hervorragend zum aktuellen Regenwetter; kalt und traurig, also von der Sorte; das war schon einmal besser! Wir stellen uns nämlich unter das Dach eines in sich zerfallenden Busbahnhofes!
Winnetou
Mittwoch, 6.5. (58. Tag); Winnetou (schon ein bisschen älter, mit weissem Bart) und seine Schwester (mit Brille), Nscho-tschi (was so viel heisst wie: Schöner Tag) 😊 😊stehen über dem stillen Tal, in Erinnerung an die Vergangenheit (Erstes Bild). Hier, an Ort und Stelle, band man sie zusammen mit Winnetous Blutsbruder Old Shatterhand an den Marterpfahl (2. Bild). «Meine Schwester» sagt er mit bestimmter Stimme «Dieser Ort kennt unsere Schritte seit der Zeit, da unsere Herzen noch leicht waren»….
In der Region der Winnetou-Filme fahren wir an ein paar Original-Drehorte und schwelgen in schönen Kindheits-Erinnerungen! Das kleine Museum ist leider noch nicht offen, einen verrosteten Kamerakran und ein paar Plakate von Filmen ist alles, was wir da sehen. So fahren weiter. Es geht an Muschelzuchtanlagen vorbei und über imposante Brücken auf die Insel Pag, wo wir am späten Abend bei starkem Wind doch noch ein paar Sonnenstrahlen geniessen können.
Die Bärenauffangstation von Kuterevo
Donnerstag, 7.5. (59. Tag); Unser «Strandurlaub» fällt buchstäblich ins Wasser. Wir hätten gerne ein paar Tage auf der Insel Pag verbracht, aber das Wetter ist, wie zur Zeit an vielen Orten in Europa, nicht gerade prickelnd. So geht es also weiter mit der Fähre aufs Festland, dann auf einer kurvenreichen Strasse durch das Velebit-Gebirge zur Bärenauffangstation Kuterevo. Hier kümmert man sich vor allem um verwaiste Braunbärenjunge, deren Mutter getötet oder verschwunden ist. In verschiedenen, weitläufigen Gehegen, welche perfekt in die bewaldeten Hänge eingebettet sind, können wir die Bären beobachten. Die Atmosphäre hier ist so was von ruhig und cool. Total naturnah und als Tüpfchen auf das i, mit einem kleinen Stellplatz für Wohnmobile. Da bleiben wir natürlich gerade hier, zumal das Wetter sich gegen Abend von der freundlichen Seite zeigt.
Baden in Senj
Freitag + Samstag, 8.+9.5. (60.+61. Tag); Vom Bärenrefugium fahren wir in wenig mehr als einer Stunde bis Senj, ans Meer. Der Wettergott zeigt sich für uns doch noch gnädig, so dass wir uns in einem kleinen Campingplatz einquartieren können. Hier passt alles perfekt; das glasklare Wasser ist zwar ziemlich kalt, doch der Sonnenschein inklusive einem wahnsinnigen Untergang, sowie der ideale Platz sind vom Feinsten!
Sonntag + Montag, 10.+11.5. (62.+63. Tag); Wir bleiben einen weiteren Tag hier am Meer. Es passt gerade so gut um zu chillen, zu schwimmen (Wasser immer noch nicht wärmer… 😊) um mit der kleinen Lotta vom Nachbarn zu spielen, um den Hund vom zweiten Nachbarn auf seinem Liegestuhl zu beobachten und einfach zu sein. Ups, wenn es schon sein muss, dann aber heute; das Kabel des Wassermischers in der Küche ist (schon) durchgescheuert. Da wir das mit unserem ersten Womo schon einmal gehabt haben bin ich mit einem Ersatz-Microschalter gewappnet, und kann das Teil auswechseln.
Heute geht es dann wieder einmal nach Ljubljana und …. Eben nicht!! Auf dem Weg nach Slowenien regnet es immer wieder stark. So geben wir uns den andauernd schlechten Wetterprognosen auch für die nächsten Tage endgültig geschlagen, und nehmen kurzentschlossen die nächste Ausfahrt Richtung Triest und weiter bis Verona, wo wir heute in einem kleinen Dörfchen auf dem Parkplatz des Friedhofes stehen. Genau Vis-a vis hat es eine Pizzeria; Es trommelt zwar Hagelkörner aufs Dach, doch das Take-away ist sowas von perfekt!
Dienstag, 12.5. (64. Tag); Zum Frühstück gibt es die einmaligen Brioche (heute z.B. vuoto=leer, aber auch mit Schocko- und sogar mit Pistazien-Füllung 😉) Das gehört zu Italien wie die Pizza, der Kaffee, der… die… das…
Locarno und Bellinzona
Wir fahren weiter. Alles Autobahn. Als Highlight zählt der futuristische Kamin einer Produktionsstätte. Wir stellen uns auf den mitten in Locarno gelegenen Stellplatz. Von da ist es nicht weit zur Zahnradbahn welche zur Madonna del Sasso führt. Schon als kleiner Bub durfte ich mit dem Fotoapparat meiner Eltern ein Foto davon schiessen, und die Faszination von diesem Wallfahrtskloster lässt immer noch nicht nach. Mit der Seilbahn geht es auf Cardada, den Hausberg von Locarno. Die Aussicht ist umwerfend und speziell; der tiefste Punkt (Lago Maggiore, 193 m) und der höchste Punkt der Schweiz (Dufourspitze (4634 m) kann man von da aus sehen. Und ein unscheinbarer Berg dazwischen (Monte Tamara, 1962 m) hat etwas mit mir gemeinsam 😊😊
Das Selfie mit dem roten Rahmen kommt dann auch wieder in die Sammlung auf unsere Homepage https://nibe-travel.ch/grand-tour-of-switzerland/
Mittwoch, 13.5. (65. Tag); Was für ein wunderschöner Abschluss unserer Reise. In Bellinzona geht es zum nächsten «Grand Tour of Switzerland-Fotospot»; zur Burg Montebello. Wie der Name sagt, ist sie auf dem Berg und schön! (sie ist eine von drei Burgen in Bellinzona) Es ist eben schon so, dass diese Orte etwas Besonderes sind, oder dass man mindestens einen besonderen Weg auf sich nehmen muss, um ein Foto mit dem roten Rahmen schiessen zu können. Und so nebenbei; die Burg ist ausserordentlich schön!
Dann fahren wir ganz entspannt durch den Gotthard und sehen auf der Gegenfahrbahn den Kilometer langen Stau beim «Chileli von Wassen». OK, die allermeisten die da stehen haben die Ferien noch vor sich…
Wir aber haben eine zweimonatige Reise hinter uns. Wir sind dankbar, können und dürfen wir so erfüllende Reisen machen! Es war wieder einmal richtig toll und macht jetzt schon wieder Lust auf weitere Abenteuer.









































































































