2026; Balkanreise: Nordmazedonien

Ohrid-See

Donnerstag, 16.4. (38. Tag) Nachmittag; Wir fahren südlich, dem Ufer vom Ohrid-See entlang, und kommen kurz nach der Grenze zu Nordmazedonien zum Kloster Naum. So viele Touristen- und -Busse haben wir auf dieser Reise noch nicht gesehen! Wobei vieles Schulkinder auf ihrer Geschichts-Reise sind. Denn das Kloster ist aufgrund seiner historischen Bedeutung und sehenswerten Lage ein beliebtes Touristenziel.

Die nächste Station ist das Museum «Bucht der Knochen» . Dieses rekonstruierte Pfahlbauerdorfe zeigt, wie Einwohner hier vor rund 3000 Jahren gelebt haben (könnten). Unser Uebernachtungsplatz ist wieder ein Steinwurf vom See entfernt, jetzt aber auf der anderen Seeseite auf nordmazedonischem Boden.

Freitag, 17.4. (39. Tag); Wir haben nur eine kurze Strecke vor uns, bis wir in Ohrid ankommen. Da geht es  direkt an den oberen Rand der Altstadt, wo wir ohne Probleme einen Parkplatz finden. Zu Fuss geht es dann über das Amphitheater runter an den See, und über einen Holzsteg bis zur Kirche des heiligen Johann von Kaneo. Der Blick auf diesen wunderbaren Ort ist phänomenal. Nicht so gut ist dann, dass Nicole auf dem Rückweg aus der Rucksacktasche und dem darin befindlichen Portemonnaie Geld gestohlen wird. Wir sind im Nachhinein überzeugt, dass eine kleine Mädchenguppe sich so bereichert hat. Es war ja nicht viel Geld, und zum Glück haben sie das Portemonnaie inklusive Karten im Rucksack gelassen – der negative Beigeschmack bleibt (leider) natürlich bei uns! Schade!

Ich mache noch einen kurzen Marsch zur Festung, bevor es einen Abstecher auf den Berg, welcher gerade hinter Ohrid liegt, gibt. Dann ist aber genug für heute. Wir fahren zu einem nahegelegenen Parkplatz am See. Hier stehen zwei weitere Wohnmobile. Das ist für uns, nach so vielen Uebernachtungsplätzen wo wir alleine gestanden sind, schon fast «überbevölkert…» 😊

Mavrovo-Nationalpark

Samstag, 18.4. (40. Tag); Unser Weg geht Richtung Norden. Viele Dörfer sind gespickt mit Villen, welche bei uns Millionenvillen wären, doch viele, respektive die meisten sehen leerstehend aus. Die Strassenschilder sind hier meistens in drei Sprachen gehalten; Mazedonisch, Albanisch und Englisch. Im grössten Nationalpark in Nordmazedonien, dem Mavrovo-Nationalpark besuchen wir ein weiteres Kloster. Die letzten Kilometer dorthin, das Parken und später das Wenden gestalten sich schwierig, es ist alles verstellt von schönen Autos einer riesigen Hochzeitsgesellschaft. Der Gottesdienst der Orthodoxen Christen ist eindrücklich, doch wie überall in diesen Kirchen darf nicht fotografiert werden.

Unser Uebernachtungsplatz ist auf einer grossen Wiese direkt am Mavrovo-See. Ein Idealer Platz, doch hier auf 1250 m.ü.M ist es trotz Sonne ziemlich windig und kühl.

Sonntag, 19.4. (41. Tag) Vormittag; Das Dorf Mavrovo ist ein Wander- und Skiort. Vor allem der Wintersport hier ist überall präsent und viele Chalets hinken denjenigen vom Wallis in nichts hinterher. Am Strassenrand giesst ein Mann seinen Rasen. Ich fahre hin, frage ihn mit Gesten und Englisch, ob ich vielleicht gerade noch meinen Wassertank füllen dürfte. Da gibt er mir in gutem Deutsch (7 Jahre Arbeit in Deutschland) zur Antwort, dass ich das gerne machen dürfe Wir  Eine weitere interessante Begegnung auf unserer Reise. Der Mann ist übrigens nicht der Erste, welcher in Deutschland (oder auch in der Schweiz) gearbeitet hat!

Die eine Kirche ist übrigens oft teilweise unter Wasser; doch zu dieser Jahreszeit ist der Stausee noch leer.

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