2026; Geirangerfjord bis Bergen

Geirangerfjord, Wanderung Storsaetterfossen

Montag, 7.9. (57. Tag); Nicole begrüsst das nächste Kreuzfahrtschiff vom Béni-Mobil aus und profitiert dann noch vom leeren Einkaufs- und Flaniersträsschen bei der Anlegestelle. Denn der ganze Nachmittag wird da wieder Ramba-Zamba sein, wenn die Gäste der «Costa Diadema» von ihrem Landausflug zurück kommen.

Ich sattle meinen Stahlesel und fahre während einer Stunde einige Serpentinen hinauf. Danach geht es noch weitere 1,5 Kilometer auf einem Wanderweg bis zum Storsaetterfossen. Der Clou dort; man kann sich hinter den Wasserfall stellen und die Gischt aus nächster Nähe erleben. Dieser Ausflug hat sich echt gelohnt!

Am Nachmittag sitzen wir den Regen aus. Na gut, die dreckige Wäsche ist immer ein guter Zeitvertreib … 😊

Bootsausflug auf dem Geirangerfjord

Dienstag, 8.9. (58. Tag); Wasserfälle gibt es in der Gegend weiss Gott genug! Also los! Heute morgen machen wir den kleinen Marsch zum Kleivafossen. Bequeme Stahltreppen führen neben diesem kräftigen Wasserfall durch das Dorf.

Es gibt hier einige Möglichkeiten wie Schnellboote, Kajak, Slow-Cruise oder aber eine ganz normale Ausflugsbootstour, um den Geirangerfjord zu besichtigen. Das ist unsere Wahl am Nachmittag. Es ist schon faszinierend, die steilen Fjordflanken und die unzähligen Wasserfälle zu sehen. Ein Troll schaut da sogar aus einer blanken Felswand hinaus. Die sind einfach überall! 😊

Gamle Strynefjellsvegen

Mittwoch, 9.9. (59. Tag); Gestern Abend konnten wir das mächtige Kreuzfahrtschiff beim Lichten der Anker aus bester Position beobachten.

Heute wollen wieder weiterfahren. Doch gemäss Wettervorhersage soll es erst am Nachmittag ein paar Sonnenstrahlen geben. So nehmen wir uns viel Zeit, bis wir endlich aufbrechen. Es geht zuerst hinter Geiranger zu einem Aussichtspunkt. Da sehen wir von oben, wie gigantisch diese Passagierschiffe sind. Zwischen den zwei riesigen Cruiselinern kommt gerade eine Fähre an den Hafen. Diese haben hier eine Kapazität von etwa 40 Fahrzeugen und 300 Passagieren. Was für ein Grössenunterschied!

Bevor wir auf die nächste Landschaftsroute «Alte Strasse über das Strynefjell» auf 1000 m.ü.M abbiegen, legen wir nochmals einen längeren Halt ein. Das Wetter macht es heute echt spannend! Die Gamle Strynefjellsvegen ist eine historische Strasse, welche gegen Ende des 19. Jahrhunderts ausschliesslich von Hand erbaut wurde. Na ja, wahrscheinlich dürfen sie, da die Strasse unter Denkmalschutz steht, nicht allzu viel daran renovieren. Bei den Passagen mit den vielen Schlaglöchern heisst es also; langsam und vorsichtig fahren!

Briksdalsbreen

Donnerstag, 10.9. (60. Tag); Das Aufstehen macht noch mehr Spass, wenn sich ein sonniger Tag ankündigt. 😊 Heute fahren wir zum Briksdalsbreen (Brksdal-Gletscher). Die Route führt uns an vielen Fjordarmen und Seen vorbei. Eine Aussicht ist da schöner als die Andere. Am kleinen Hafen von Olden ankert wieder einmal ein englisches Kreuzfahrtschiff. Ab hier nehmen wir die schmale Strasse. Sie ist zwar schmal, aber das Kreuzen mit den vielen Ausflugsbussen ist trotzdem problemlos. Am Ende des Tales startet eine rund drei Kilometer lange Wanderung in Richtung des Gletschers. Dieser thront weit oben in den Felsen. Gut ist es sonnig, gut erreiche ich den kleinen See kurz nach Mittag, denn sonst würde wohl alles im Schatten oder Nebel verschwunden sein…

Wir fahren noch ein wenig weiter, bis wir auf einem der vielen Wanderparkplätze in der Region unser Nachtlager aufschlagen. Lange können wir nicht hinters Womo sitzen, denn es wird schon um fünf schnell und merklich kalt!

Gaularfjellet

Freitag, 11.9. (61. Tag); Die nächste Landschaftsroute steht auf dem Plan; «Gaularfjellet» heisst sie und führt uns über rund 100 Kilometer durch, wie kann es anders sein, eine eindrückliche Berg- Seen- und Fjordlandschaft. Zum Wetter; es ist so, wie wir nun langsam aber sicher „unser“ Norwegenwetter kennengelernt haben; alles Mögliche an einem Tag! So ist es nicht verwunderlich, dass am ersten Aussichtspunkt, dem Likeholefossen (fossen = Wasserfall 😊) leichter Regen einsetzt. Beim zweite Punkt, dem «Utsikten» (= Aussicht) die Nebelwand das einzige ist, was wir sehen. Doch, nach ein bisschen Warten, verzieht sich der Miesepeter und gibt uns eine wunderbare Sicht auf den sehr speziellen Parkplatz frei. Die Haarnadelkurven sind auch nicht zu verachten!

Tiere auf der Strasse gibt es immer wieder, doch dass die Kühe und die Ziegen partout die Strasse nicht freigeben wollen ist schon eher selten. Nicole versucht sich mit mehr oder weniger viel Erfolgt als Hirtin. Schlussendlich ist aber einfach nur Geduld gefragt 😉

Unser Uebenachtungsplatz? Perfekt und direkt hinter einer Tunneleinfahrt versteckt! 😊

 

Bergen, alter Stadtteil „Briggen“

Samstag und Sonntag, 12.+13.9. (62.+63. Tag); Nachdem der gestrige (Nachmit-) Tag ins (Regen-)Wasser gefallen ist, machen wir uns heute vom Stellplatz von Bergen aus auf den Weg in die Stadt. Die 15 Minuten ins Zentrum gehen bequem auf gut ausgebauten Fahrradwegen. Dann geht es an Einkaufsstrassen und Pärken vorbei, schon bald zum Highlight der Stadt.

Briggen ist das historische Hanseviertel mit seinen charakteristischen, dicht aneinandergereihten Holzhäusern. Obwohl das Quartier mehrere Male von Feuer zerstört wurde ist es heute ein UNESCO Welterbe. Dies dank der erhaltenen, mittelalterlichen Stadtstruktur und der Bedeutung für die Geschichte des Hansehandels in Nordeuropa.

Nach so viel Sightseeing ruft der Magen; «Hunger»!; den können wir am Fischmarkt, in einem der vielen einfachen Restaurants mit einem feinen Fischburger stillen.

Hausberg „Ulriken“ und Fahrradtour in Bergen

Montag, 14.9. (64. Tag); Heute geht es sportlich zu und her; Ich starte mit meinem «Duathlon» auf den Ulriken, den Hausberg von Bergen. Zuerst mit dem Vélo 40 Minuten von unserem Platz aus hinauf zum Einstieg der Wanderung, wo ich nochmals fast eine Stunde brauche, um den Kiesweg und die 1333 Sherpastufen zu meistern. Doch wie immer auf diesen Wanderungen; Für die Ausblicke sind die Schweisstropfen es wert! Hinunterlaufen und -fahren geht dann doch einiges schneller!

Am Nachmittag ist eine Fahrradtour vorgesehen; Der drei Kilometer lange Fahrradtunnel (längster dieser Art weltweit!) war ja eigentlich auch der Grund, dass wir in Bergen nochmals einen Tag anhängen. Und fast hätten wir das Unterfangen aufgegeben, denn wir (ich) haben den Eingang einfach nicht gefunden… ☹☹. Doch dann hat sich dieser Umweg doch noch richtig gelohnt. Es ist einfach top, was in diesem Land alles für Sportler und Fussgänger gemacht wird!

Dann müssen wir aber wieder in die andere Richtung fahren. Es geht nochmals in die Stadt und da durch ein älteres, Quartier, wo unsere Fotoapp wieder Schwerstarbeit leisten muss. Zu gute Letzt gehen wir in ein feines Restaurant und geniessen Muscheln und Fisch!

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